Ölpreise stark gefallen, da Markt von Verbesserung der Lage in der Hormuz-Straße ausgeht
Am 26. Juni 2026 sind die Ölpreise stark gefallen, da Investoren davon ausgehen, dass die Unterbrechungen in der Hormuz-Straße bald behoben werden. Der Brent-Ölpreis ist in der vergangenen Woche um bis zu 10% gesunken, während auch die Rohölindizes im Nahen Osten in eine Contango-Situation geraten sind.
Situation des Verkehrs in der Hormuz-Straße
Obwohl die Anzahl der Schiffe, die die Hormuz-Straße passieren, nur etwa 130-140 pro Tag beträgt - deutlich weniger als zuvor -, deutet der starke Rückgang der Ölpreise darauf hin, dass der Markt davon ausgeht, dass diese Verkehrsleistung bald wieder ansteigen wird.
- Der Brent-Ölpreis wird voraussichtlich diese Woche bei etwa 72 USD pro Barrel schließen, was dem Niveau vor dem US-Angriff auf Iran am 28. Februar entspricht.
Lage in der Hormuz-Straße
In dieser Woche ist die Rohölmenge, die die Hormuz-Straße passiert, auf den höchsten Stand seit Beginn des US-Iran-Konflikts gestiegen, mit über 16 Millionen Barrel, die am 27. und 28. Juni durch die Straße transportiert wurden.
Bedeutende Ereignisse
- Iran greift taiwanesisches Frachtschiff an: Die iranische Revolutionsgarde (IRG) hat mehrere Drohnen auf das taiwanesische Frachtschiff Ever Lovely abgefeuert, was zu Schäden an der Brücke des Schiffes führte, das etwa 7 Meilen vor der Küste Omans liegt.
- Irden erwägt Austritt aus der OPEC: Berichten zufolge könnte Irden die OPEC verlassen, falls die Ölgruppe es Bagdad nicht erlaubt, die Förderquote deutlich zu erhöhen, die derzeit bei 4,378 Millionen Barrel pro Tag liegt.
- China erwägt Importe iranischen Öls: Die staatlichen chinesischen Raffinerien wie Sinopec und PetroChina erwägen, erstmals seit 2019 wieder Öl aus Iran zu importieren.
- Katar startet LNG-Markt neu: Katar wird voraussichtlich die Aktivitäten an den Flüssigerdgas-Anlagen von Ras Laffan in Kürze wieder aufnehmen.
Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt
| Land | Ereignis | Auswirkung |
|---|---|---|
| USA | Trump untersucht Benzinpreise | Benzinpreise sind nicht entsprechend dem Ölpreis gefallen, was zu Regierungsdruck führt. |
| Kongo | Ölpreisrückgang | Djeno-Öl wird mit einem Rabatt von 10 USD zum Dated Brent-Preis gehandelt. |
| Venezuela | Starkes Erdbeben | Keine großen Schäden an der Ölproduktion von PDVSA. |
| Russland | Verbot von Dieselexporten erwogen | Dieselpreise sind um 9% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, hauptsächlich aufgrund von Drohnenangriffen. |
Aussichten für die Zukunft
Auch die Goldpreise sind betroffen und stark gefallen, da eine Zinserhöhung in den USA erwartet wird. Der aktuelle Spot-Preis für Gold liegt bei etwa 4.025 USD pro Unze.
Diese Entwicklungen zeigen, dass der globale Energiemarkt in einem instabilen Zustand ist, der die ölproduzierenden und -verbrauchenden Länder tiefgreifend beeinflusst. Die Beobachtung dieser Faktoren wird wesentlich sein, um die Markttrends in der Zukunft zu verstehen.
— Tom Kool für Oilprice.com
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