Saudi-Arabiens Ölraffinerien werden erst 2027 normal funktionieren
Eine große Raffinerie in Saudi-Arabien, die im Konflikt mit dem Iran beschädigt wurde, werde erst Anfang 2027 wieder normal funktionieren, sagte Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies, und äußerte damit neue Bedenken hinsichtlich des Tempos der Erholung auf den globalen Kraftstoffmärkten, auch wenn das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran voranschreitet.
Schwerer Schaden im SATORP-Werk
In einer Rede vor der französischen Nationalversammlung am Mittwoch sagte Pouyanné, dass die SATORP-Raffinerie in Saudi-Arabien mit einer Kapazität von 460.000 b/d immer noch zu 70 % ausgelastet sei, nachdem sie im April von drei Drohnen angegriffen worden war.
„Unsere Raffinerie in Saudi-Arabien wurde durch drei Drohnenangriffe beschädigt. Sie ist derzeit zu etwa 70 % ausgelastet und wird voraussichtlich erst später in diesem Jahr vollständig repariert“, sagte Pouyanné vor Parlamentariern.
| Detaillierte Informationen zur SATORP-Fabrik | Wert |
|---|---|
| Kapazität | 460.000 Barrel/Tag |
| Aktueller Betriebszustand | 70 % Kapazität |
| Funktioniert voraussichtlich normal | Anfang 2027 |
| Eigentümer | Joint Venture zwischen TotalEnergies und Saudi Aramco |
Auswirkungen auf den globalen Kraftstoffmarkt
Die Kommentare von TotalEnergies gehören zu den konkretesten zum Ausmaß der Schäden an der Energieinfrastruktur in der Region. Pouyanné warnte davor, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und Iran den Versorgungsdruck nicht sofort verringern würde, da einige Raffinerien in der Region weiterhin beschädigt seien.
Die SATORP-Raffinerie ist eine der größten und modernsten Ölraffinerieanlagen im Nahen Osten. Dieser Komplex spielt eine wichtige Rolle bei der Versorgung des internationalen Marktes mit Treibstoff.
Konfliktkontexte und Energiemärkte
Energiehändler haben die Anlage seit den Angriffen im April genau beobachtet, die auf wichtige Öl- und Raffinerieinfrastrukturen in der gesamten Golfregion abzielten. Während die Rohöl- und LNG-Preise nach dem Friedensabkommen gesunken sind, bleibt der Verlust von Raffineriekapazitäten eine potenzielle Quelle der Volatilität auf den Kraftstoffmärkten.
| Vergleichen Sie die Kraftstoffmarktsituation vor und nach der Vereinbarung | Vor der Vereinbarung | Nach der Vereinbarung |
|---|---|---|
| Rohölpreis | Hoch | Reduzieren |
| LNG-Preis | Hoch | Reduzieren |
| Regionale Ölraffinierungskapazität | Deutliche Reduzierung | Immer noch begrenzt |
| Marktvolatilität | Hoch | Immer noch auf hohem Niveau |
Politischer Kontext in Frankreich
Pouyannés Äußerungen kamen während einer parlamentarischen Anhörung, bei der auch Vorschläge für eine kurzfristige Gewinnsteuer für Energieunternehmen in Frankreich erörtert wurden, nachdem Polen am Montag einen ähnlichen Schritt unternommen hatte. Der TotalEnergies-Chef argumentierte, dass das Unternehmen die Kosten aufgefangen habe, indem es während der Krise freiwillig die Kraftstoffpreise für französische Autofahrer begrenzt habe.
Die Verzögerung bei der Sanierung der SATORP-Raffinerie unterstreicht die langfristigen Herausforderungen, vor denen die globalen Energiemärkte stehen, auch wenn diplomatische Schritte unternommen werden, um die geopolitischen Spannungen in der Region abzubauen.